Multivitamine
Multivitamine als Kapseln, Tabletten, Tropfen und Pulver. Du findest hier Basisformeln und gezielte Komplexe für Frauen, Männer und Kinder. Wir erklären, worauf du bei Nährstoffformen und Dosierung achtest.Mehr erfahren →
Brauchen Sie Hilfe bei der Auswahl von Multivitamine?
Beantworte ein paar Fragen und finde heraus, welches Produkt am besten zu dir passt.
Filter
Verfügbarkeit
Marke
Form
Diät
Ziel
Preis
Brauchst du Hilfe bei der Auswahl von Multivitamine?
Beantworte ein paar Fragen und finde heraus, welches Produkt am besten zu dir passt.
Was einen guten Multivitamin-Komplex ausmacht
Ein Multivitaminpräparat bündelt Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in einer Tagesportion. Es ersetzt keine Mahlzeit, sondern deckt eine Basis ab. Laut den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist die Zufuhr in Deutschland bei den meisten Vitaminen ausreichend. Knapp bleibt es vor allem bei Vitamin D, Folat und Jod. Wer nur einen dieser Nährstoffe braucht, ist mit einzelnen Vitaminen im Überblick oft besser bedient als mit einem Komplex.
Nicht die Zahl der Inhaltsstoffe entscheidet, sondern die Form
Viele Etiketten werben mit 30 oder 40 Inhaltsstoffen. Für die Aufnahme zählt eher, welche chemische Verbindung dahintersteht. Diese Unterschiede sehen wir uns bei jeder Formel an:
- Folat als Methylfolat liegt schon in der Form vor, die der Körper direkt nutzt. Folsäure muss er erst umbauen.
- Vitamin B12 als Methylcobalamin ist eine aktive Form. Cyanocobalamin ist stabiler und günstiger.
- Magnesium als Citrat oder Bisglycinat wird besser aufgenommen als Magnesiumoxid, braucht aber mehr Platz in der Kapsel.
- Eisen als Bisglycinat liegt vielen Menschen leichter im Magen als Eisensulfat.
- Vitamin D3 zusammen mit K2 als MK-7, der Form von Vitamin K2, die am längsten im Blut bleibt.
Deshalb enthalten viele gute Komplexe bewusst kein Calcium und kein Eisen in einer Kapsel: beide nutzen ähnliche Aufnahmewege im Darm. Wer Vitamin D höher dosieren will, kombiniert das Multi oft mit Produkten mit Vitamin D3.
So wählen wir Multivitamine aus
Wir prüfen bei jedem Komplex drei Dinge: die Nährstoffform, die Dosierung und die Kombination. Formeln mit aktiven B-Vitaminen und gut verträglichen Mineralverbindungen nehmen wir auf. Produkte, die einzelne Vitamine ohne nachvollziehbaren Grund extrem hoch dosieren, nicht. Bei vorgebildetem Vitamin A sind wir zurückhaltend, weil das BfR hier eine enge Grenze empfiehlt. Wir kaufen direkt bei den Marken, jedes Produkt geht vor dem Livegang durch unser Compliance-Team, und wir testen selbst, ergänzt durch Stichproben unabhängiger Labore. Nach über 10 Jahren gilt derselbe Maßstab: wie wir Marken auswählen.
Für wen ein Multivitamin passt
Sinnvoll ist ein Komplex vor allem, wenn mehrere Nährstoffe gleichzeitig knapp werden könnten: bei veganer oder stark eingeschränkter Ernährung, bei geringer Kalorienzufuhr, in stressigen Phasen mit viel Außer-Haus-Essen oder im höheren Alter. Wer dagegen genau weiß, was fehlt, fährt mit gezielten Mineralstoffen einzeln präziser.
Ehrlich bleiben gehört dazu: Ein Multivitamin ist eine Grundabsicherung, kein Ersatz für Gemüse, Schlaf und Bewegung. Spürbar ist meist nichts nach der ersten Kapsel. Was zählt, ist die regelmäßige Einnahme über Wochen, denn Vitamin B12 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und Vitamin C trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Beides wirkt nur bei ausreichender Versorgung, nicht als Extraschub. Schwangere sprechen die Einnahme von Vitamin A vorher ärztlich ab. Wer blutverdünnende Medikamente vom Cumarin-Typ nimmt, klärt Präparate mit Vitamin K ebenfalls zuerst mit der Ärztin oder dem Arzt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Multivitaminpräparat genau?
Ein Multivitaminpräparat ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das mehrere Vitamine und meist auch Mineralstoffe und Spurenelemente in einer Tagesportion kombiniert. Es soll eine breite Basis abdecken, statt einen einzelnen Nährstoff hoch zu dosieren. Typisch enthalten sind die B-Vitamine, Vitamin C, D und E sowie Zink, Selen und Jod.
Auf dem Etikett findest du die Prozentangabe NRV. Das ist der europäische Referenzwert für die Kennzeichnung, keine Obergrenze und keine persönliche Empfehlung.
Ist ein Multivitamin für mich überhaupt sinnvoll?
Das hängt von deiner Ernährung ab. In Deutschland erreichen die meisten Menschen die Referenzwerte für die Mehrzahl der Vitamine über das Essen. Knapp bleibt es laut BfR vor allem bei Vitamin D, Calcium, Folat und Jod.
Ein Komplex ist dann sinnvoll, wenn mehrere Nährstoffe gleichzeitig fraglich sind: bei veganer Ernährung, bei wenig Abwechslung, bei niedriger Kalorienzufuhr oder wenn Obst und Gemüse über längere Zeit zu kurz kommen. Bei einem bekannten, einzelnen Mangel ist ein gezieltes Präparat die genauere Wahl.
Welche Darreichungsform soll ich wählen?
Die Form entscheidet vor allem darüber, ob du das Präparat wirklich täglich nimmst. Nährstofflich sind alle Varianten machbar, sie unterscheiden sich in Menge pro Portion, Zusatzstoffen und Handhabung.
| Form | Merkmal | Passt zu |
|---|---|---|
| Kapsel | Geschmacksneutral, wenig Hilfsstoffe | Alltag, feste Routine |
| Tablette | Viel Nährstoff pro Stück, mehr Presshilfen | Hohe Nährstoffdichte |
| Tropfen | Fein dosierbar, schnell einzunehmen | Schluckprobleme |
| Pulver | Flexible Menge, mischbar in Getränke | Shakes, größere Portionen |
| Gummis | Angenehmer Geschmack, meist weniger Nährstoffe | Kinder, Einsteiger |
Prüfe bei Gummis und Kautabletten immer, wie viele Nährstoffe wirklich enthalten sind.
Wann nehme ich ein Multivitamin am besten ein?
Zu einer Mahlzeit, die etwas Fett enthält. Die Vitamine A, D, E und K sind fettlöslich und werden so besser aufgenommen. Frühstück oder Mittagessen sind praktisch, weil B-Vitamine bei manchen Menschen abends als anregend empfunden werden.
Wichtiger als die Uhrzeit ist die Regelmäßigkeit. Ein Multi wirkt über die konstante Versorgung, nicht über einen Einzeleffekt. Rechne mit zwei bis drei Wochen konsequenter Einnahme, bevor sich ein Versorgungsstatus überhaupt verändert.
Kann ich ein Multivitamin mit einzelnen Präparaten kombinieren?
Ja, mit einem Blick auf die Mineralstoffe. Calcium, Magnesium, Zink und Eisen nutzen teilweise dieselben Aufnahmewege im Darm. Werden sie gleichzeitig in hohen Mengen eingenommen, bremsen sie sich gegenseitig. Zwei Stunden Abstand genügen meist.
Praktisch heißt das: Multi zum Frühstück, Magnesium abends, und Eisen als Einzelpräparat zeitlich getrennt. Addiere außerdem die Mengen aus beiden Produkten, damit du bei fettlöslichen Vitaminen nicht doppelt zufügst.
Wie viel von welchem Vitamin brauche ich pro Tag?
Die Referenzwerte der DGE geben an, welche Menge die Zufuhr bei gesunden Erwachsenen absichert. Sie beziehen sich auf alles zusammen, also Essen plus Präparat.
| Nährstoff | Frauen | Männer |
|---|---|---|
| Vitamin A | 700 µg RAE | 850 µg RAE |
| Vitamin C | 95 mg | 110 mg |
| Vitamin D | 20 µg (800 I.E.) | 20 µg (800 I.E.) |
| Folat | 300 µg | 300 µg |
| Vitamin B12 | 4,0 µg | 4,0 µg |
| Vitamin K | 60 µg | 70 µg |
Der Wert für Vitamin D gilt für den Fall fehlender eigener Bildung in der Haut.
Worauf sollten Schwangere bei Multivitaminen achten?
Auf Vitamin A. Das BfR empfiehlt einen Hinweis auf entsprechenden Präparaten, dass Vitamin A in der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden soll. Für Nahrungsergänzungsmittel schlägt es außerdem eine Grenze von 0,2 mg vorgebildetem Vitamin A pro Tagesportion vor.
Relevant ist in dieser Phase vor allem Folsäure und Folat sowie Jod. Viele Standardkomplexe passen nicht dazu. Spezielle Präparate für Schwangerschaft und Stillzeit sind die sinnvollere Wahl, idealerweise mit der Frauenärztin abgestimmt.
Muss ein Multivitamin hochdosiert sein?
Nein. Bei wasserlöslichen Vitaminen wie C und den B-Vitaminen scheidet der Körper Überschüsse größtenteils aus, der Nutzen steigt also nicht mit der Menge. Bei fettlöslichen Vitaminen ist das anders: A, D, E und K können sich anreichern, dort lohnt Zurückhaltung.
In Deutschland gibt es bisher keine gesetzlichen Höchstmengen für Nahrungsergänzungsmittel. Das BfR hat dafür Vorschläge veröffentlicht, an die sich Hersteller freiwillig halten können. Ein Komplex im Bereich der Referenzwerte deckt die Basis ab. Höhere Dosen sind eine Entscheidung für einen bestimmten Nährstoff, nicht für das ganze Präparat.

































