Astaxanthin
Astaxanthin aus der Blutregenalge: Kapseln, Softgels und Tropfen mit 4 bis 8 mg pro Portion. Wir erklären, warum Öl als Träger die Aufnahme verbessert, was die EFSA zur Höchstmenge sagt und wer besser verzichtet.Mehr erfahren →
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Natürliches Astaxanthin aus der Blutregenalge: Formen, Menge und Einnahme
Astaxanthin ist ein rot-oranger Pflanzenfarbstoff aus der Gruppe der Carotinoide, genauer aus der Untergruppe der Xanthophylle. Fast alles Astaxanthin in Nahrungsergänzungsmitteln stammt aus der Blutregenalge Haematococcus pluvialis. Diese Süßwasseralge bildet den Farbstoff, wenn sie unter Stress gerät, etwa bei starker Sonne. Über die Nahrungskette landet er dann in Lachs, Garnelen und im Gefieder von Flamingos.
Der Farbstoff zählt zu den Antioxidantien und ist fettlöslich. Er ist kein essenzieller Nährstoff: es gibt keine offizielle Zufuhrempfehlung und kein Mangelbild. 100 g Lachs enthalten deutlich weniger als ein Milligramm, eine Kapsel dagegen meist 4 bis 8 mg. Genau daraus erklärt sich das Interesse an Präparaten.
Diese Formen findest du in dieser Auswahl
- Softgel-Kapseln mit Oleoresin: ein öliger Algenextrakt, gelöst in MCT-Öl oder Olivenöl. Der Ölanteil sitzt schon in der Kapsel.
- Hartkapseln mit Lecithin: für alle, die Weichkapseln meiden, oft mit Sonnenblumenlecithin als Träger.
- Tropfen: du dosierst in kleinen Schritten und brauchst keine Kapsel zu schlucken.
- Liposomale Flüssigformen: liposomal heißt, der Stoff steckt in einer winzigen Fetthülle, damit der Körper ihn leichter aufnimmt.
Natürliches Astaxanthin aus der Alge liegt überwiegend in der Form 3S,3'S vor, synthetisch hergestelltes Material in einem Gemisch anderer Formen. Beim Menschen untersucht wurde vor allem die Algenvariante. Wir führen deshalb kein synthetisches Astaxanthin.
So wählen wir Astaxanthin aus
Wir schauen auf drei Dinge: Quelle, Träger und Menge. Wir nehmen nur natürliches Astaxanthin aus Haematococcus pluvialis auf, weil das die Form ist, die in Studien am Menschen eingesetzt wurde. Wir bevorzugen Produkte, die den Farbstoff bereits in Öl gelöst enthalten, weil der Körper ihn ohne Fett schlecht aufnimmt. Und wir bleiben bei Tagesmengen bis 8 mg, der Höchstmenge, die die EFSA für Erwachsene als sicher bewertet hat. Zugelassene Aussagen zur Wirkung gibt es für Astaxanthin nicht, das sagen wir offen. Jedes Produkt geht durch unser Compliance-Team, unabhängige Labore prüfen Chargen stichprobenartig. So wählen wir Marken aus.
Wer Astaxanthin nutzt
Viele greifen dazu, weil sie ihr Hautbild, Sonnenempfindlichkeit oder die Belastung durch intensives Training im Blick haben. Andere essen selten Fisch und wollen Carotinoide ergänzen. Astaxanthin wird oft neben anderen fettlöslichen Stoffen eingenommen, etwa neben Kapseln mit Lutein. Ein Kombinationseffekt ist damit nicht belegt, praktisch ist nur, dass beide von derselben fetthaltigen Mahlzeit profitieren.
Was du realistisch erwarten kannst
Astaxanthin ist gut verkäuflich, aber schwach belegt. Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat bisher 15 Werbeaussagen zu Astaxanthin als nicht gesichert bewertet, darunter Aussagen zu Sehschärfe und Gelenken. Wenn du auf einer Packung dennoch eine Wirkaussage liest, gehört sie zu einem anderen Inhaltsstoff, etwa zu Zink, Vitamin A oder DHA aus Omega-3 aus Fisch oder Algen. Wer Astaxanthin trotzdem testen möchte, sollte es täglich zu einer Mahlzeit mit Fett nehmen und mehrere Wochen dabei bleiben, weil sich der fettlösliche Farbstoff langsam im Gewebe anreichert. Nicht geeignet ist es für Kinder, Schwangere und Stillende sowie bei einer Allergie gegen Krustentiere.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Astaxanthin und woher kommt es?
Astaxanthin ist ein rot-oranger Farbstoff aus der Gruppe der Carotinoide, verwandt mit Beta-Carotin und Lutein. Für Nahrungsergänzungsmittel wird er fast immer aus der Blutregenalge Haematococcus pluvialis gewonnen. Die Alge bildet ihn als Schutzstoff, wenn sie viel Sonne oder Trockenheit abbekommt, und färbt sich dabei von grün nach rot. Tiere wie Lachs, Garnelen oder Flamingos nehmen ihn über die Nahrung auf und werden davon rosa bis rot.
Warum darf für Astaxanthin keine Wirkung beworben werden?
In der EU sind nur geprüfte gesundheitsbezogene Aussagen erlaubt. Für Astaxanthin selbst wurde bisher keine solche Aussage zugelassen: die EFSA hat 15 eingereichte Aussagen als wissenschaftlich nicht gesichert bewertet, unter anderem zu Sehschärfe, Gelenken und Zellschutz. Aussagen auf Etiketten beziehen sich deshalb auf andere Zutaten im Produkt, etwa Zink, Vitamin B2 oder DHA. Wir nennen das lieber klar, als eine Wirkung anzudeuten, die nicht belegt ist.
Wie viel Astaxanthin pro Tag gilt als sicher?
Die EFSA hat 8 mg pro Tag aus Nahrungsergänzungsmitteln für Erwachsene als sicher bewertet, auch zusammen mit Fisch und Krebstieren aus der normalen Ernährung. Für jüngere Altersgruppen sieht die Bewertung anders aus.
| Gruppe | EFSA-Bewertung |
|---|---|
| Erwachsene | 8 mg pro Tag sicher |
| Jugendliche 14 bis 18 Jahre | erreichen den ADI |
| Kinder 10 bis 14 Jahre | ADI um 28 % überschritten |
| ADI (Referenzwert) | 0,2 mg pro kg Körpergewicht |
Quelle: EFSA
Welche Form soll ich wählen: Kapsel, Tropfen oder liposomal?
Entscheidend ist weniger die Hülle als der Träger, denn Astaxanthin braucht Fett. Alle Formen unten liefern es in Öl oder Phospholipiden.
| Form | Träger | Passt zu |
|---|---|---|
| Softgel mit Oleoresin | MCT- oder Olivenöl | feste Tagesdosis |
| Hartkapsel | Sonnenblumenlecithin | keine Weichkapseln |
| Tropfen | MCT-Öl | flexible Menge |
| Liposomal flüssig | Phospholipide | flüssige Einnahme |
Wer Kapseln schlucken kann, fährt mit einem Softgel am einfachsten. Tropfen lohnen sich, wenn du unter 4 mg bleiben oder langsam anfangen möchtest.
Wann und wie nehme ich Astaxanthin am besten ein?
Astaxanthin ist fettlöslich und in Wasser praktisch nicht löslich. Nimm es deshalb zu einer Mahlzeit mit etwas Fett, zum Beispiel zum Frühstück mit Joghurt und Nüssen oder zum warmen Mittagessen. Enthält das Produkt selbst schon MCT- oder Olivenöl, ist der Zeitpunkt weniger wichtig. Eine Tageszeit ist nicht besser als eine andere. Wichtiger ist Regelmäßigkeit, weil sich der Farbstoff erst über Wochen im Gewebe anreichert.
Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?
Rechne mit mehreren Wochen, nicht mit Tagen. In Studien zur Haut wurden meist 3 bis 6 mg täglich über 8 bis 12 Wochen eingesetzt. Der Grund ist der Stoffwechsel: Astaxanthin wird über Fett aufgenommen und lagert sich langsam in fettreichen Geweben ab. Wer nach einer Woche nichts merkt, hat also nichts falsch gemacht. Und weil die Studienlage dünn und der Effekt individuell ist, kann es auch sein, dass du keinen Unterschied bemerkst.
Kann Astaxanthin Haut oder Stuhl verfärben?
Ja, das kommt vor und ist harmlos. Bei hellen Hauttypen oder höheren Mengen kann die Haut einen leicht rosigen Ton bekommen. Auch der Stuhl kann sich rötlich färben, was manche mit einer Blutung verwechseln. Beides verschwindet, wenn du das Präparat absetzt. Öffne Kapseln nicht: der Farbstoff färbt sehr stark und geht aus Textilien nur schwer wieder heraus.
Lässt sich Astaxanthin mit anderen Antioxidantien kombinieren?
Kombinieren ist möglich, ein Zusatzeffekt ist aber nicht belegt. Praktisch sinnvoll ist nur, fettlösliche Stoffe zur gleichen Mahlzeit zu nehmen, etwa Vitamin E oder unsere Auswahl an Coenzym Q10. Achte dabei auf eine Regel: nimm nicht mehrere astaxanthinhaltige Produkte am selben Tag, sonst überschreitest du leicht die 8 mg. Multivitamine und Carotinoid-Komplexe enthalten oft schon eine kleine Menge.
Wer sollte Astaxanthin nicht einnehmen?
Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren sollten es nicht nehmen, weil sie mit 8 mg den Referenzwert der EFSA überschreiten. Für Schwangere und Stillende fehlen Sicherheitsdaten. Bei einer Allergie gegen Krustentiere ist Vorsicht geboten, da manche Rohstoffe marinen Ursprungs sind. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte die Einnahme ärztlich abklären: Astaxanthin kann bestimmte Leberenzyme beeinflussen, und Wechselwirkungen sind bisher kaum untersucht.




















