Kakao
Hier findest du Kakaopulver, Rohkakao, Kakao-Nibs und Kapseln mit Kakao-Flavanolen. Wir erklären, wie stark die Verarbeitung den Flavanolgehalt verändert und welche Form im Alltag zu dir passt. Weiter unten erklären wir die Dosierung.Mehr erfahren →
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Was Kakaopulver, Rohkakao und Kakao-Extrakt unterscheidet
Von der Bohne zum Pulver
Kakao stammt aus den Bohnen von Theobroma cacao. Die Bohnen werden fermentiert, getrocknet, meist geröstet und anschließend gemahlen. Aus der Masse presst man einen Teil der Kakaobutter ab. Zurück bleibt Kakaopulver, je nach Pressgrad mit etwa 10 bis 22 Prozent Fett. Stark entöltes Pulver schmeckt intensiver, löst sich leichter und liefert pro Löffel weniger Kalorien.
Die Verarbeitung entscheidet über den Flavanolgehalt
Für Supplement-Käufer zählt vor allem der Gehalt an Flavanolen, den Pflanzenstoffen der Bohne. Der bekannteste heißt Epicatechin. Kakaoflavanole tragen zur Erhaltung der Elastizität der Blutgefäße bei, was zu einem normalen Blutfluss beiträgt. Dafür gilt eine Tagesmenge von 200 mg Flavanolen. Der Gehalt sinkt mit jedem Verarbeitungsschritt: starke Röstung, lange Fermentation und Alkalisierung (eine Behandlung mit Lauge, die den Kakao milder macht) kosten Flavanole. Mild und dunkel heißt also nicht automatisch flavanolreich. Wenn dich Pflanzenstoffe generell interessieren, lohnt auch ein Blick in unsere Auswahl an Antioxidantien.
Die Formen und ihre Aufgaben
Die Form entscheidet, wie viel Flavanole ankommen und wie gut sich Kakao in deinen Alltag einfügt:
- Rohkakaopulver: bei niedriger Temperatur verarbeitet, bitter und leicht fruchtig, vergleichsweise flavanolreich.
- Geröstetes Kakaopulver: schokoladiger und runder im Geschmack, dafür weniger Flavanole, gut zum Backen.
- Kakao-Nibs: gebrochene Bohnenstücke, knusprig und ungesüßt, zum Streuen über Porridge oder Joghurt.
- Kakaomasse und zeremonieller Kakao: die ganze Bohne inklusive Fett, cremig, deutlich kalorienreicher.
- Kapseln mit Kakao-Extrakt: auf einen festen Flavanolgehalt standardisiert, ohne Zucker, Fett und Bitterkeit.
Kakaopulver passt zu allen, die ihre Ernährung über ein Getränk oder ein Rezept ergänzen möchten. Es enthält von Natur aus Magnesium, Eisen und Kalium, pro Portion aber nur in kleinen Mengen. Wer einen konkreten Bedarf decken will, ist mit Präparaten mit Magnesium genauer unterwegs. Für Kinder rührt man kleine Mengen in Milch oder Haferdrink ein, ohne zusätzlichen Zucker.
Ehrlich dazu gehört: purer Kakao schmeckt bitter, und zwei Teelöffel Pulver ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Theobromin wirkt milder als Koffein, hält aber länger an, deshalb reagieren manche Menschen abends empfindlich. Kakao ist zudem von Natur aus reich an Oxalsäure und kann Cadmium aus dem Boden enthalten, weshalb in der EU Höchstgehalte gelten. Bei Alltagsmengen von einem bis zwei Teelöffeln bleibt das unkritisch. Als Supplement in Pulverform ist Kakao gut planbar: gleiche Menge, jeden Tag, ohne Rechnerei.
So wählen wir Kakao aus
Wir entscheiden nach drei Dingen: Form, Dosierung und sinnvolle Kombinationen. Bei Pulver wollen wir reine Ware ohne Zucker und ohne Alkalisierung, weil Lauge Flavanole kostet. Bei Kapseln muss ein standardisierter Extrakt die 200 mg Flavanole pro Tag wirklich erreichen, nicht 20 mg Kakao als Deko auf dem Etikett. Mischungen mit Aromen oder Füllstoffen nehmen wir nicht. Wir kaufen direkt bei den Marken, jedes Produkt geht vor dem Livegang durch unser Compliance-Team, und unabhängige Labore prüfen Chargen stichprobenartig. Mehr dazu: wie wir Marken auswählen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Kakao und was steckt darin?
Kakao besteht aus den fermentierten und getrockneten Bohnen des Baums Theobroma cacao. Nach dem Mahlen und Abpressen der Kakaobutter entsteht Kakaopulver. Interessant sind vor allem die Flavanole, Pflanzenstoffe wie Epicatechin. Dazu kommen Theobromin, ein mildes Anregungsmittel, sowie von Natur aus Magnesium, Eisen und Kalium. Die Mengen pro Portion sind klein: Wer einen Bedarf gezielt decken möchte, wählt besser Produkte mit Eisen oder ein anderes passendes Präparat.
Was ist der Unterschied zwischen Rohkakao und normalem Kakaopulver?
Rohkakao wird schonend getrocknet und nur niedrig erhitzt, üblicherweise unter etwa 42 Grad. Herkömmliches Kakaopulver wird kräftig geröstet und oft alkalisiert, also mit Lauge behandelt, damit es milder schmeckt und sich besser löst. Beide Schritte senken den Flavanolgehalt. Rohkakao schmeckt dafür bitterer und säurebetonter. Wenn dir Flavanole wichtig sind, achte auf die Angabe "nicht alkalisiert" und auf ein Etikett ohne Zucker.
Welche Kakao-Form soll ich wählen?
Das hängt davon ab, ob du Genuss oder eine feste Flavanolmenge willst. Als Orientierung: 200 mg Kakao-Flavanole sind die Referenzmenge für die zugelassene Aussage zu den Blutgefäßen. Diese Menge steckt in sehr unterschiedlichen Portionen.
| Form | Menge für 200 mg Flavanole | Passt zu |
|---|---|---|
| Flavanolreiches Kakaopulver | 2,5 g | Trinkkakao, Smoothie |
| Flavanolreiche dunkle Schokolade | 10 g | Genuss zwischendurch |
| Kakao-Extrakt in Kapseln | unter 1 g | feste Tagesdosis |
Quelle: EFSA
Wie viel Kakaopulver pro Tag ist sinnvoll?
In der Praxis reichen ein bis zwei Teelöffel, also etwa 5 bis 15 Gramm pro Tag. Das ist eine Alltagsmenge, die sich gut in Milch, Haferdrink oder Porridge einrühren lässt. Deutlich größere Portionen bringen nicht automatisch mehr, können aber den Magen belasten und liefern viel Oxalsäure. Wichtiger als die Menge ist die Regelmäßigkeit: Nimm dieselbe Portion über mehrere Wochen, statt einmalig eine große Menge.
Kann ich Kakao auch abends trinken?
Das ist individuell. Kakao enthält Theobromin und kleine Mengen Koffein. Theobromin wirkt milder als Koffein, hält dafür länger an. Manche Menschen trinken abends problemlos eine Tasse, andere liegen danach wacher im Bett. Wenn du empfindlich bist, verlege die Portion auf den Morgen oder den frühen Nachmittag. Kapseln mit Kakao-Extrakt enthalten deutlich weniger Theobromin als eine große Tasse Trinkkakao, weil nur der Extrakt darin steckt.
Ist Kakao in der Schwangerschaft und für Kinder geeignet?
Kakao ist ein Lebensmittel und in üblichen Mengen für die meisten Menschen unproblematisch. In der Schwangerschaft und Stillzeit halten sich viele wegen Theobromin und Koffein bewusst zurück und bleiben bei kleinen Portionen. Bei Unsicherheit oder bei Medikamenten sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Für Kinder gilt: kleine Mengen reines Pulver in Milch oder Haferdrink, ohne Zuckerzusatz. Konzentrierte Kapseln mit Kakao-Extrakt sind für Erwachsene gedacht.
Wie ist Kakao mit Cadmium belastet?
Kakaopflanzen nehmen Cadmium aus dem Boden auf, in manchen Anbauregionen mehr als in anderen. Deshalb gelten in der EU Höchstgehalte für Kakao- und Schokoladenerzeugnisse, gestaffelt nach Kakaoanteil.
| Erzeugnis | Höchstgehalt Cadmium |
|---|---|
| Milchschokolade unter 30 % Kakao | 0,10 mg/kg |
| Schokolade unter 50 % Kakao | 0,30 mg/kg |
| Schokolade ab 50 % Kakao | 0,80 mg/kg |
| Kakaopulver für Endverbraucher | 0,60 mg/kg |
Quelle: LGL Bayern
Wie bereite ich Kakao zu, ohne viele Flavanole zu verlieren?
Flavanole reagieren empfindlich auf Hitze und auf lange Verarbeitung. Erhitze Milch oder Pflanzendrink daher nur auf etwa 60 Grad und lass die Flüssigkeit nicht kochen, bevor du das Pulver einrührst. Rühre den Kakao erst am Ende ein und trinke ihn zügig. Löffle das Pulver nicht in kochendes Wasser. In Pflanzendrinks löst sich Rohkakao meist leichter als in Kuhmilch. Und rechne mit zwei bis drei Wochen regelmäßiger Anwendung, bevor du beurteilen kannst, ob eine Routine für dich passt.









