Grüner Tee
Entdecke Nahrungsergänzung mit Grüntee-Extrakt aus Camellia sinensis: standardisierte Kapseln, entkoffeinierte Varianten und Pulver. Wir erklären, warum der EGCG-Gehalt pro Portion zählt und wann du ihn nimmst.Mehr erfahren →
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Grüntee-Extrakt, Katechine und EGCG: was auf dem Etikett wirklich zählt
Vom Teeblatt zum konzentrierten Extrakt
Grüner Tee stammt von der Teepflanze Camellia sinensis. Die Blätter werden nach der Ernte kurz erhitzt und nicht oxidiert. So bleiben mehr Katechine erhalten als in schwarzem Tee, der aus derselben Pflanze kommt. Katechine gehören zu den Polyphenolen, also zu den sekundären Pflanzenstoffen. Das bekannteste davon ist Epigallocatechingallat, kurz EGCG.
Im Extrakt liegen diese Stoffe konzentriert vor. Über Tee nehmen Menschen in Europa im Schnitt 90 bis 300 Milligramm EGCG pro Tag auf. Eine einzige Kapsel kann diese Menge schon erreichen. Deshalb gilt bei pflanzlichen Extrakten eine einfache Regel: Vergleiche den EGCG-Gehalt pro Portion, nicht die Milligramm Extrakt. Zwei Produkte mit je 500 mg Extrakt können 100 mg oder 350 mg EGCG liefern.
Die Formen und ihre Unterschiede
- Standardisierte Kapseln: feste Menge Katechine und EGCG pro Kapsel, dadurch gut planbar.
- Entkoffeinierte Extrakte: sinnvoll, wenn du empfindlich auf Koffein reagierst oder später am Tag etwas nimmst.
- Pulver: frei dosierbar, aber ungenauer. Mit dem Löffel liegst du schnell höher als geplant.
- Kombinationen mit Vitamin C: Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Der Koffeingehalt ist der Punkt, der Käufer am häufigsten überrascht. Ein Vollextrakt bringt das Koffein des Teeblatts mit, bei manchen Produkten 70 bis 90 Milligramm pro Tagesportion. Das entspricht etwa einer Tasse Kaffee. Teeblätter liefern außerdem die Aminosäure L-Theanin. Wer nur diesen Bestandteil sucht, findet ihn bei uns auch einzeln als Aminosäure.
So wählen wir Grüntee-Extrakt aus
Bei Pflanzenextrakten schauen wir zuerst auf die Standardisierung. Nur wenn EGCG und Koffein pro Portion auf dem Etikett stehen, weißt du, was du nimmst. Deshalb führen wir bevorzugt Extrakte mit genau diesen Angaben und bewusst keine Produkte mit zugesetztem Piperin aus Schwarzpfeffer, weil Piperin die Aufnahme von EGCG erhöht und die tatsächliche Menge schwer kalkulierbar macht. Wir kaufen direkt bei den Marken, jedes Produkt geht vor der Freigabe durch unser Compliance-Team, und unabhängige Labore prüfen Chargen stichprobenartig. So wählen wir Marken und Produkte aus.
Herkunft und Reinheit sind bei Teeblättern ein eigenes Thema, denn Rückstände aus dem Anbau werden im Extrakt mitkonzentriert. Wir fragen bei den Marken Analysen zu Schwermetallen und Pestiziden an, bevor ein Produkt online geht.
Für wen der Extrakt passt und was du erwarten kannst
Grüntee-Extrakt passt zu Erwachsenen, die die Pflanzenstoffe des Tees in gleichbleibender Menge nehmen wollen, ohne täglich mehrere Tassen zu trinken. Für Grüntee-Extrakt sind in der EU keine gesundheitsbezogenen Aussagen zugelassen. Wir versprechen dir deshalb keine Wirkung. Was wir liefern, sind belastbare Zahlen auf dem Etikett und die Einordnung dazu.
Nimm den Extrakt zu einer Mahlzeit ein, nicht auf nüchternen Magen. Für Schwangere, Stillende und Personen unter 18 Jahren sind diese Extrakte nicht vorgesehen. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, klärt die Einnahme vorher in der Arztpraxis oder Apotheke. Weitere Pflanzenstoffe wie Quercetin oder Resveratrol findest du in unserer Kategorie Antioxidantien.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Grüntee-Extrakt genau?
Grüntee-Extrakt wird aus den Blättern der Teepflanze Camellia sinensis gewonnen. Die Blätter werden nach der Ernte kurz erhitzt und nicht oxidiert, deshalb bleiben mehr Katechine erhalten als in schwarzem Tee. Aus den Blättern wird ein Extrakt hergestellt, in dem diese Pflanzenstoffe konzentriert vorliegen. Der Extrakt steckt meist in Kapseln oder Pulver. Er ersetzt keine ausgewogene Ernährung, sondern liefert eine feste, gleichbleibende Menge Pflanzenstoffe pro Portion.
Was bedeutet EGCG auf dem Etikett?
EGCG steht für Epigallocatechingallat. Es ist das häufigste Katechin im grünen Tee und der Wert, auf den Behörden und Hersteller schauen. Wichtig ist der Unterschied zwischen Extraktmenge und EGCG-Menge. Ein Produkt mit 500 mg Extrakt kann je nach Standardisierung 100 mg oder 350 mg EGCG enthalten. Vergleiche deshalb immer EGCG pro Portion. Produkte ohne diese Angabe kannst du nicht sinnvoll einordnen.
Welche Form soll ich wählen: Kapseln, entkoffeiniert oder Pulver?
Die Wahl hängt davon ab, wie genau du dosieren willst und wie du auf Koffein reagierst.
| Form | Merkmal | Passt zu |
|---|---|---|
| Standardisierte Kapseln | Feste Menge EGCG pro Kapsel | Planbare tägliche Einnahme |
| Entkoffeinierter Extrakt | Deutlich weniger Koffein | Koffeinempfindliche Menschen |
| Pulver | Frei dosierbar, ungenauer | Erfahrene Anwender mit Waage |
| Extrakt mit Vitamin C | Zusätzlicher Nährstoff | Wer beides kombinieren möchte |
Für die meisten Menschen sind standardisierte Kapseln die einfachere Wahl, weil die Menge pro Stück feststeht.
Wann und wie nehme ich Grüntee-Extrakt am besten ein?
Nimm den Extrakt zu einer Mahlzeit ein, nicht auf nüchternen Magen. Das steht auch als Pflichthinweis auf der Packung, denn nüchtern gelangt mehr EGCG in kurzer Zeit in den Körper. Halte dich an die Verzehrempfehlung des Herstellers und rechne deinen Teekonsum mit. Wenn du am selben Tag ohnehin viel grünen Tee trinkst, solltest du den Extrakt weglassen. Verteilte, moderate Mengen sind sinnvoller als eine hohe Einzelportion.
Wie viel Koffein enthält Grüntee-Extrakt?
Das hängt vom Extrakt ab. Ein Vollextrakt bringt das Koffein des Teeblatts mit und liegt bei manchen Produkten bei 70 bis 90 Milligramm pro Tagesportion, also etwa einer Tasse Kaffee. Entkoffeinierte Extrakte liegen deutlich darunter. Eine Tasse grüner Tee enthält rund 20 bis 45 Milligramm Koffein. Wenn du abends schlecht schläfst oder unruhig wirst, ist die entkoffeinierte Variante die naheliegende Wahl.
Kann ich Grüntee-Extrakt mit anderen Präparaten kombinieren?
Katechine und Gerbstoffe aus Tee können die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Quellen verringern. Nimm Präparate mit Eisen deshalb mit einigen Stunden Abstand ein. Von Kombinationen mit Piperin aus Schwarzpfeffer raten wir ab, weil Piperin die Aufnahme von EGCG erhöht. Bei Medikamenten sind Wechselwirkungen bekannt, zum Beispiel mit Gerinnungshemmern, Betablockern und Cholesterinsenkern. Kläre die Einnahme dann vorher in der Apotheke oder Arztpraxis.
Wer sollte Grüntee-Extrakt nicht nehmen?
Schwangere, Stillende und Personen unter 18 Jahren sollten auf konzentrierten Grüntee-Extrakt verzichten. Für diese Gruppen fehlen belastbare Daten, und der Hinweis ist in der EU auf der Packung vorgeschrieben. Auch bei Lebererkrankungen oder regelmäßiger Einnahme von Medikamenten ist der Extrakt keine Selbstmedikation, sondern eine Frage für die Arztpraxis. Grüner Tee als Getränk ist davon nicht betroffen und gilt in üblichen Mengen als sicher.
Warum gilt für EGCG eine Obergrenze von 800 Milligramm pro Tag?
Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat Grüntee-Katechine 2018 bewertet. Katechine aus normal aufgebrühtem Tee gelten als sicher. Bei Nahrungsergänzung sah die EFSA ab 800 Milligramm EGCG pro Tag erste Anzeichen einer Belastung der Leberwerte. Eine sichere Dosis konnte sie nicht festlegen. Seither müssen Hersteller EGCG pro Portion angeben und Warnhinweise aufführen.
| Quelle | EGCG pro Tag |
|---|---|
| Grüner Tee als Aufguss, Durchschnitt | 90 bis 300 mg |
| Erwachsene mit hohem Teekonsum | bis 866 mg |
| Nahrungsergänzung, Grenze mit Sicherheitsbedenken | ab 800 mg |

















