Borretschöl
Borretschöl aus den Samen von Borago officinalis, als Kapseln und als reines Öl. Wir erklären, warum wir auf ölbasierte Auszüge mit rund 20 Prozent Gamma-Linolensäure setzen und wie du sie täglich einnimmst.Mehr erfahren →
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Gamma-Linolensäure aus Borretschsamen: Formen, Einnahme und ehrliche Einordnung
Borretschöl wird aus den Samen des Borretsch gepresst, den viele als Gurkenkraut kennen (Borago officinalis). Interessant ist es wegen einer einzigen Fettsäure: Gamma-Linolensäure, kurz GLA. Mit rund 20 bis 25 Prozent GLA liefert Borretschsamenöl mehr davon als Nachtkerzen-, Schwarzkümmel- oder Hanföl. GLA zählt zu den Omega-6-Fettsäuren und steht damit in unserer Auswahl an Fettsäuren neben den Ölen aus Fisch und Algen. Der Körper kann GLA selbst aus Linolsäure bilden. Dieser Umbau läuft aber nicht bei jedem gleich gut, deshalb greifen manche direkt zur Ölquelle.
Bei Borretsch entscheidet der Pflanzenteil
Borretsch bildet Pyrrolizidinalkaloide, also natürliche Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät davon ab, Nahrungsergänzung mit Kraut oder Blättern solcher Pflanzen zu verwenden. In ölbasierten Auszügen wurden diese Stoffe dagegen nicht gefunden. Für uns ist das eine klare Grenze. Wir führen bei Borretsch ausschließlich Samenöl, kein Kraut- und kein Blattpulver. Praktischer Tipp für jeden Einkauf, auch außerhalb unseres Shops: Auf der Zutatenliste sollte "Borretschsamenöl" stehen, nicht "Borretschkraut".
Kapseln, reines Öl oder Tropfen
Die Form ändert nichts an der Fettsäure, aber viel an deiner Routine.
- Weichkapseln sind geschmacksneutral und exakt dosiert. Es gibt sie mit Gelatinehülle und mit pflanzlicher Hülle aus HPMC, also Zellulose, für eine vegane Ernährung.
- Reines Öl aus der Flasche passt in die kalte Küche, etwa in Quark, Joghurt oder Dressing. Der Geschmack ist eigen, leicht herb. Nach dem Öffnen gehört es in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Wochen leer sein.
- Tropfen liegen dazwischen: flexibel dosierbar, ohne Kapsel schlucken zu müssen.
Viele Kapseln enthalten zugesetztes Vitamin E. Das ist kein Marketing, sondern Oxidationsschutz für ein empfindliches Öl. Vitamin E trägt außerdem dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Wie wir unser Borretschöl auswählen
Wir schauen zuerst auf die Form: Samenöl statt Kraut, kalt gepresst, mit Angabe des GLA-Gehalts pro Kapsel und nicht nur der Ölmenge. Ohne diese Zahl kannst du zwei Produkte nicht vergleichen, deshalb ist sie für uns Pflicht. Danach kommt die Dosierlogik: eine Tagesportion, die den in der Praxis üblichen Bereich abdeckt, ohne dass du sechs Kapseln schlucken musst. Wir kaufen direkt bei den Marken ein, jedes Produkt geht vor der Freigabe durch unser Compliance-Team, und Chargen werden von unabhängigen Labors stichprobenartig geprüft. Mehr dazu, wie wir Marken und Produkte auswählen, findest du hier: so wählen wir aus.
Für wen Borretschöl passt, und was es nicht leistet
Borretschöl ist eine rein pflanzliche GLA-Quelle. Das macht es interessant, wenn du dich vegan oder vegetarisch ernährst, wenn du deine Fettsäuren bewusst zusammenstellst oder wenn du bei Haut, Haaren und Nägeln auf die Ernährung achtest. Wir bleiben hier ehrlich: Für GLA und Borretschöl gibt es bisher keine von der EFSA zugelassene gesundheitsbezogene Angabe, und eine große Auswertung kontrollierter Studien fand bei Ekzemen keinen Vorteil gegenüber Placebo. Was bleibt, ist ein gut charakterisiertes Pflanzenöl mit einem Fettsäureprofil, das in der üblichen Ernährung selten vorkommt. Plane es als tägliche Ergänzung über mindestens vier bis acht Wochen ein, und denk an genügend Omega-3 daneben.
Häufig gestellte Fragen
Borretschöl ist ein Pflanzenöl aus den Samen des Borretsch (Borago officinalis), auch Gurkenkraut genannt. Gewonnen wird es meist durch Kaltpressung, also rein mechanisch bei niedriger Temperatur. Besonders ist sein Anteil an Gamma-Linolensäure (GLA) von etwa 20 bis 25 Prozent, dazu kommen rund 35 bis 38 Prozent Linolsäure. Beide sind Omega-6-Fettsäuren. Kein anderes gängiges Speiseöl enthält so viel GLA, weshalb Borretschöl vor allem als Ergänzung und nicht als Küchenöl bekannt ist.








