Hautpflege
Entdecke Hautpflege für Gesicht und Körper: Reinigung, Seren, Feuchtigkeitspflege und Öle. Wir erklären, welche Textur zu deinem Hauttyp passt, in welcher Reihenfolge du aufträgst und welche Wirkstoffe sich vertragen.Mehr erfahren →
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Wirkstoffe, Texturen und Reihenfolge in der Hautpflege
Hautpflege bedeutet bei uns mehr als eine Creme. Du findest Reinigung, Seren mit hoch konzentrierten Wirkstoffen, leichte Feuchtigkeitspflege, reichhaltige Öle und Pflege für die Augenpartie. Dazu kommen Nährstoffe, die von innen arbeiten: Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haut bei, und Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei.
Die Textur entscheidet, wo ein Produkt in die Routine passt
Ein Serum ist dünnflüssig und enthält viel Wirkstoff, aber wenig Fett. Eine Creme enthält mehr Lipide, also Fette, und hält Feuchtigkeit in der Haut. Ein Öl bleibt oben auf und schützt die Hautbarriere. Daraus folgt eine einfache Regel: dünn vor dick. Wer bei der Pflege für das Gesicht anfängt, kommt mit drei Schritten weit: reinigen, Feuchtigkeit, morgens Sonnenschutz. Alles Weitere ist eine Ergänzung, keine Pflicht.
Für den Körper zählt weniger der Wirkstoff, mehr die Menge und die Regelmäßigkeit. Ein pflegendes Öl nach dem Duschen hält die Haut geschmeidig, weil sie dann besonders aufnahmefähig ist. Im Gesicht ist die Haut dünner. Sie reagiert schneller auf Reibung, Duftstoffe und zu viele Schritte hintereinander. Wer Rötungen kennt, fährt mit parfümfreien Formeln meist ruhiger.
Was Wirkstoffe können und wo ihre Grenzen liegen
Hyaluronsäure bindet Wasser in der oberen Hautschicht. Das wirkt schnell, hält aber nur so lange an, wie du sie anwendest. Niacinamid, eine Form von Vitamin B3, ist gut verträglich und lässt sich mit fast allem kombinieren. Retinol arbeitet langsamer und reizt, wenn du zu früh zu oft aufträgst. Seit November 2025 gilt in der EU eine Höchstmenge von 0,3 Prozent Retinoläquivalent in Gesichtsprodukten und 0,05 Prozent in Körperlotionen. Ein Serum mit gezielten Wirkstoffen ersetzt darum keine geduldige Routine. Die Haut erneuert sich in etwa vier Wochen, sichtbare Veränderungen brauchen meist vier bis acht Wochen.
So wählen wir Hautpflege aus
Wir schauen zuerst auf die Form, dann auf die Konzentration, dann auf die Kombination. Ein Serum mit 10 Prozent Niacinamid ist nicht besser als eines mit 5 Prozent, es reizt nur häufiger. Deshalb führen wir Formulierungen, deren Konzentration zur täglichen Anwendung passt, und lassen Produkte weg, die fünf aktive Wirkstoffe in ein Fläschchen pressen. Bei Nährstoffen für die Haut nennen wir nur Aussagen, die in der EU zugelassen sind. Wir kaufen direkt bei den Marken, jedes Produkt geht vorher durch unser Compliance-Team, und Labore prüfen Chargen stichprobenartig. Hier erfährst du, wie wir Marken auswählen.
Von außen pflegen, von innen unterstützen
Trockene Haut profitiert von Lipiden und Feuchthaltestoffen wie Glycerin. Fettige Haut kommt mit leichten, wasserbasierten Texturen besser zurecht. Empfindliche Haut wird oft ruhiger, wenn du Schritte weglässt statt hinzufügst. Willst du die Pflege ergänzen, lohnt ein Blick auf Haut, Haare und Nägel: Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei. Nahrungsergänzung deckt die Nährstoffseite ab, sie ersetzt keine Pflege und keinen Sonnenschutz. Realistisch ist damit Folgendes: Pflege verbessert Feuchtigkeit, Glätte und Ausstrahlung. Genau darin liegt ihr Wert, denn sie hält den Zustand stabil, den du erreicht hast.
Häufig gestellte Fragen
Was gehört in eine einfache Hautpflegeroutine?
Drei Schritte reichen als Basis: eine milde Reinigung, eine Feuchtigkeitspflege und morgens ein Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30. Damit ist die Hautbarriere versorgt und geschützt. Alles Weitere, also Serum, Peeling, Augenpflege oder Maske, ist eine gezielte Ergänzung für ein einzelnes Ziel. Wer viele Produkte gleichzeitig neu einführt, kann Reaktionen nicht mehr zuordnen. Starte deshalb mit der Basis und ergänze höchstens ein Produkt alle zwei Wochen.
In welcher Reihenfolge trage ich die Produkte auf?
Von dünnflüssig nach dickflüssig. Also: Reinigung, optional Gesichtswasser, dann Serum, danach Augenpflege, dann Creme und morgens zuletzt der Sonnenschutz. Der Grund ist praktisch: eine reichhaltige Creme legt einen Film auf die Haut, ein Serum kommt danach schlechter durch. Warte jeweils kurz, bis ein Produkt eingezogen ist. Abends fällt der Sonnenschutz weg, dafür passen dann reizempfindliche Wirkstoffe wie Retinol besser in die Routine.
Brauche ich ein Serum oder reicht eine Creme?
Eine Creme ist die Basis, ein Serum ist der gezielte Zusatz. Wenn deine Haut sich wohlfühlt, brauchst du kein Serum. Hast du ein konkretes Ziel wie Trockenheit oder ungleichmäßigen Teint, bringt ein Serum den Wirkstoff konzentrierter dorthin.
| Form | Textur | Passt zu |
|---|---|---|
| Serum | leicht, wässrig | gezielte Wirkstoffe |
| Creme | reichhaltiger | Feuchtigkeit halten |
| Öl | fettig | trockene Haut, Körper |
| Gesichtswasser | flüssig | Vorbereitung |
Wie lange dauert es, bis ich eine Veränderung sehe?
Feuchtigkeitspflege wirkt sofort spürbar, das Hautgefühl ist glatter und praller. Wirkstoffe, die die Zellerneuerung betreffen, brauchen länger. Die Haut erneuert sich in etwa vier Wochen, deshalb beurteilst du ein Produkt sinnvoll erst nach vier bis acht Wochen konsequenter Anwendung. Mach in dieser Zeit möglichst wenig anderes neu. Bleibt die Haut nach zwei Monaten unverändert, ist eher der Wirkstoff falsch gewählt als die Dosis zu niedrig.
Kann ich Vitamin C und Retinol zusammen verwenden?
Beide gelten als reizempfindlich, deshalb ist eine zeitliche Trennung praktischer als das Übereinanderschichten. Üblich ist Vitamin C morgens, Retinol abends. So bekommt die Haut zwischen zwei aktiven Schritten eine Pause. Niacinamid und Panthenol lassen sich dagegen gut mit beiden kombinieren und werden meist gut vertragen. Wenn Rötung, Spannen oder Schuppung auftreten, reduziere die Häufigkeit auf zwei Abende pro Woche und baue langsam auf.
Wie viel Retinol darf ein Produkt in der EU enthalten?
Seit der Verordnung (EU) 2024/996 gibt es feste Höchstmengen, angegeben als Retinoläquivalent (RE). Retinol ist damit nicht verboten, die EU begrenzt die Gesamtaufnahme von Vitamin A aus Kosmetik, Ernährung und Nahrungsergänzung. Produkte tragen zusätzlich einen Hinweis auf Vitamin A.
| Produktart | Höchstmenge (RE) |
|---|---|
| Körperlotion | 0,05 % |
| Andere Leave-on-Mittel | 0,3 % |
| Abzuspülende Mittel | 0,3 % |
Welche Nährstoffe haben zugelassene Aussagen für die Haut?
In der EU sind nur wenige Aussagen erlaubt, und sie beziehen sich immer auf normale Funktionen. Für Nägel gibt es bei Biotin keine zugelassene Aussage, bei Zink und Selen schon. Wer die Pflege von innen ergänzen möchte, findet Optionen bei Kollagen.
| Nährstoff | Zugelassene Aussage | Referenzwert Erwachsene |
|---|---|---|
| Biotin | Erhaltung normaler Haut | 40 µg pro Tag |
| Zink | Erhaltung normaler Haut | 7 bis 16 mg pro Tag |
| Vitamin C | normale Kollagenbildung für die Haut | 95 bis 110 mg pro Tag |
| Vitamin A | Erhaltung normaler Haut | 700 bis 850 µg pro Tag |
Worauf sollte ich in Schwangerschaft und Stillzeit achten?
Auf Retinoide in der Pflege wird in dieser Zeit üblicherweise verzichtet, und Produkte mit Vitamin A tragen inzwischen einen Hinweis auf die tägliche Aufnahme. Auch hoch dosierte Präparate mit Vitamin A sind in der Schwangerschaft nicht geeignet, weil der Körper das Vitamin speichert. Gut verträgliche Alternativen sind Feuchtigkeitspflege mit Glycerin, Panthenol oder Ceramiden und ein täglicher Sonnenschutz. Sprich bei Unsicherheit mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
















