Antioxidantien
Hier findest du Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Selen, Coenzym Q10, Astaxanthin und OPC, als Kapsel, Pulver oder Öl. Wir erklären, welche Formen gut aufgenommen werden und welche Dosierung sinnvoll ist.Mehr erfahren →
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Antioxidantien
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Zellschutz, freie Radikale und die Formen, die wirklich ankommen
Antioxidantien helfen dem Körper, oxidativen Stress in Schach zu halten. Oxidativer Stress entsteht, wenn mehr freie Radikale unterwegs sind, als der Körper abfangen kann. Freie Radikale sind unruhige Moleküle, die ganz normal entstehen: beim Atmen, bei intensivem Sport, durch UV-Licht oder Rauch. Ein Antioxidans gibt ein Elektron ab und stoppt so die Kettenreaktion.
In Europa darf nicht jeder Stoff mit Zellschutz werben. Die Aussage "trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen" ist nur für Vitamin C, Vitamin E, Selen, Zink, Mangan und Riboflavin (Vitamin B2) zugelassen. Für Coenzym Q10, OPC, Resveratrol oder Astaxanthin gibt es diese Zulassung nicht. Das macht sie nicht wirkungslos, die Datenlage reicht der Behörde bisher nur nicht aus. Wir sagen das lieber offen. Beide Gruppen findest du hier und im übrigen Sortiment an Nahrungsergänzung.
Die Form bestimmt, wie viel ankommt
Antioxidantien sind eine bunte Gruppe. Wasserlösliche Stoffe wirken im Blut und in der Zellflüssigkeit, fettlösliche eher in den Zellmembranen. Das hat praktische Folgen für die Wahl.
- Vitamin E: die natürliche Form (D-alpha-Tocopherol) wird vom Körper besser verwertet als die synthetische (DL-alpha-Tocopherol). Mischtocopherole liegen näher an dem, was in Lebensmitteln steckt.
- Selen: Selenmethionin wird im Körper gespeichert, Natriumselenit nicht. Für eine tägliche Basis ist Selenmethionin oft die ruhigere Wahl.
- Vitamin C: Ascorbinsäure ist günstig und gut untersucht. Gepuffertes Calciumascorbat ist milder für einen empfindlichen Magen. Mehr dazu auf unserer Seite zu Vitamin C.
- Fettlösliche Stoffe wie Coenzym Q10, Astaxanthin und Lutein gehören zu einer Mahlzeit mit etwas Fett. In Öl gelöst kommt mehr an als im trockenen Pulver.
So wählen wir aus
Wir prüfen bei jedem Antioxidans drei Dinge: die Form, die Dosierung und ob die Kombination Sinn ergibt. Bei Vitamin E bevorzugen wir die natürliche Form, weil der Körper sie besser nutzt. Bei Selen achten wir darauf, dass eine Kapsel im Bereich des Tagesbedarfs bleibt und nicht ein Vielfaches davon liefert. Fettlösliche Stoffe führen wir am liebsten in Öl. Jedes Produkt geht durch unser Compliance-Team, wir testen selbst und unabhängige Labore prüfen Chargen stichprobenartig. So wählen wir Marken und Produkte aus.
Für wen ein Supplement sinnvoll ist
Wer täglich Gemüse, Obst, Nüsse und Olivenöl isst, bekommt schon viel. Ergänzen kann trotzdem passen: bei einseitiger Ernährung, bei wenig Sonne, bei viel Sport oder wenn du gezielt einen einzelnen Nährstoff aufstocken willst. Ein Supplement ist dann eine Basis, kein Ersatz für den Teller.
Sei realistisch mit dem, was du merkst. Zellschutz ist nichts, was du spürst wie einen Koffeinschub. Vitamin C und Vitamin B2 tragen zusätzlich dazu bei, Müdigkeit und Ermüdung zu verringern, hier bemerken manche nach zwei bis drei Wochen regelmäßiger Einnahme einen Unterschied. Der Rest arbeitet still im Hintergrund. Genau deshalb zählt bei Antioxidantien die Qualität der Form mehr als die Höhe der Zahl auf der Packung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Antioxidantien genau?
Antioxidantien sind Stoffe, die freie Radikale unschädlich machen. Freie Radikale sind Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Sie entstehen ganz normal beim Stoffwechsel, bei Sport, durch UV-Licht oder Rauch. Ein Antioxidans gibt ein Elektron ab und stoppt die Kettenreaktion.
Zur Gruppe gehören Nährstoffe wie Vitamin C, Vitamin E, Selen und Zink, dazu Pflanzenstoffe wie OPC, Resveratrol oder Astaxanthin und körpereigene Stoffe wie Coenzym Q10. Sie arbeiten an unterschiedlichen Orten im Körper, manche im Wasser, manche im Fett.
Welche Antioxidantien dürfen in der EU mit Zellschutz werben?
Nur sechs Nährstoffe: Vitamin C, Vitamin E, Selen, Zink, Mangan und Riboflavin (Vitamin B2). Für sie ist die Aussage zugelassen, dass sie dazu beitragen, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Für Coenzym Q10, OPC, Resveratrol, Quercetin oder Astaxanthin gibt es diese Zulassung nicht. Das heißt nicht, dass sie nichts tun. Es heißt, dass die eingereichten Studien der Behörde bisher nicht ausreichten. Wir nennen diese Produkte deshalb bei uns beim Namen, ohne ihnen eine Wirkung zuzuschreiben.
Brauche ich Antioxidantien als Supplement, wenn ich gesund esse?
Nicht zwingend. Gemüse, Obst, Beeren, Nüsse, Olivenöl und grüner Tee liefern täglich große Mengen antioxidativer Stoffe, und zwar in einer Mischung, die kein Präparat nachbaut.
Sinnvoll wird eine Ergänzung eher, wenn ein einzelner Nährstoff knapp ist. Selen ist in Mitteleuropa ein Beispiel, weil die Böden wenig davon enthalten. Auch bei einseitiger Ernährung, viel Sport oder wenig frischen Lebensmitteln kann ein gezieltes Präparat die Basis auffüllen.
Welche Form soll ich wählen?
Das hängt vom Stoff ab. Diese Übersicht zeigt, welche Form wir bevorzugen und warum.
| Stoff | Bevorzugte Form | Grund |
|---|---|---|
| Vitamin E | D-alpha-Tocopherol | Natürlich, besser verwertet |
| Vitamin C | Ascorbinsäure | Gut untersucht, günstig |
| Vitamin C, empfindlicher Magen | Calciumascorbat | Gepuffert, milder |
| Selen | Selenmethionin | Wird gespeichert |
| Coenzym Q10 | In Öl gelöst | Fettlöslich |
| Astaxanthin | Weichkapsel mit Öl | Bessere Aufnahme |
Fettlösliche Formen nimmst du zu einer Mahlzeit ein.
Wie viel Antioxidantien brauche ich pro Tag?
Für die Nährstoffe gibt es offizielle Referenzwerte. Diese Werte gelten für Erwachsene von 25 bis unter 51 Jahren.
| Nährstoff | Männer | Frauen |
|---|---|---|
| Vitamin C | 110 mg | 95 mg |
| Vitamin E | 14 mg | 12 mg |
| Selen | 70 µg | 60 µg |
| Zink | 11 bis 16 mg | 7 bis 10 mg |
| Riboflavin | 1,4 mg | 1,1 mg |
Für Pflanzenstoffe wie OPC gibt es keine Referenzwerte. Halte dich dort an die Dosierung auf dem Etikett.
Wann nehme ich Antioxidantien am besten ein?
Fettlösliche Stoffe wie Coenzym Q10, Astaxanthin, Lutein und Vitamin E gehören zu einer Mahlzeit mit etwas Fett. Ohne Fett nimmt der Darm deutlich weniger davon auf.
Wasserlösliches Vitamin C kannst du zu jeder Tageszeit nehmen. Der Körper speichert es kaum, deshalb sind zwei kleinere Portionen über den Tag oft sinnvoller als eine große. Selen und Zink nimmst du am besten zum Essen, das ist magenfreundlicher. Regelmäßigkeit zählt hier mehr als der genaue Zeitpunkt.
Kann man zu viel Antioxidantien nehmen?
Ja, mehr ist hier nicht besser. Fettlösliche Nährstoffe wie Vitamin E reichern sich im Körper an, und für Selen liegt der Abstand zwischen Bedarf und zu viel relativ eng beieinander. Die europäische Behörde EFSA hat für mehrere dieser Nährstoffe Obergrenzen festgelegt.
Praktisch heißt das: bleib bei der Dosierung auf dem Etikett und addiere Produkte nicht unbedacht. Ein Multivitamin plus ein Einzelpräparat plus ein Sportprodukt kann schnell doppelt liefern. Mehr Hintergrund findest du auf unserer Seite zu Selen.
Sind hoch dosierte Antioxidantien direkt nach dem Training sinnvoll?
Das wird in Sportkreisen viel diskutiert. Intensives Training erzeugt kurzfristig freie Radikale, und genau dieses Signal nutzt der Körper als Reiz für die Anpassung. Studien deuten darauf hin, dass sehr hohe Dosen Vitamin C und Vitamin E direkt um das Training herum diesen Reiz dämpfen können.
Praktisch gehen viele Sportler deshalb so vor: normale Mengen über den Tag verteilt, statt eine große Dosis unmittelbar nach der Einheit. Wer auf Regeneration setzt, achtet zuerst auf Schlaf, Eiweiß und Elektrolyte.
Was ist der Unterschied zwischen Ubiquinon und Ubiquinol?
Beides ist Coenzym Q10, nur in zwei Zuständen. Ubiquinon ist die oxidierte Form, Ubiquinol die reduzierte. Der Körper wandelt beide ineinander um, je nachdem was er gerade braucht.
Ubiquinol wird oft als besser aufnehmbar beworben und ist meist teurer. Ubiquinon ist stabiler und in Studien am längsten untersucht. Für die meisten Menschen reicht Ubiquinon in Öl gelöst und zu einer Mahlzeit eingenommen. Ubiquinol kann interessant sein, wenn du bereits höhere Dosen nimmst und die Umwandlung entlasten möchtest.
































