Resveratrol
Hier findest du Kapseln und Pulver mit trans-Resveratrol aus Japanischem Staudenknöterich. Wir erklären, warum die trans-Form zählt, welche Dosierung die EFSA für Erwachsene bewertet hat und was du realistisch erwarten kannst.Mehr erfahren →
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trans-Resveratrol: Formen, Dosierung und Auswahl
Ein Polyphenol aus Traubenschale und Staudenknöterich
Resveratrol ist ein Polyphenol: ein Pflanzenstoff, den Pflanzen als Schutz gegen UV-Licht und Pilzbefall bilden. Am meisten davon steckt in der Schale roter Trauben, in Beeren, Erdnüssen und im Japanischen Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum). Der Staudenknöterich hat den höchsten Gehalt und ist deshalb der Rohstoff für die meisten Kapseln.
Über das Essen erreichst du diese Mengen nicht. Rotwein liefert pro Liter nur wenige Milligramm. Eine Kapsel ersetzt du also nicht durch ein Glas Wein. Wer Polyphenole breiter aufnehmen möchte, findet weitere Optionen in unserer Auswahl an Antioxidantien.
trans-Resveratrol ist die Form, die zählt
Resveratrol gibt es in zwei Varianten. Die trans-Form ist stabiler und wurde in nahezu allen Humanstudien eingesetzt. Die cis-Form entsteht unter UV-Licht und wird vom Körper schlechter genutzt. Steht auf dem Etikett nur "Resveratrol", bleibt offen, wie hoch der trans-Anteil ist. Gute Produkte deklarieren trans-Resveratrol mit Milligramm pro Kapsel, meist standardisiert auf 98 Prozent. Ein zweiter Punkt ist die Aufnahme: Resveratrol wird in Darm und Leber sehr schnell umgebaut. Deshalb setzen manche Hersteller auf mikronisiertes Pulver, auf liposomale Formeln (der Stoff steckt in einer winzigen Fetthülle) oder auf Kombinationen mit Kapseln mit Quercetin.
Kapseln sind die häufigste Form, weil sie eine feste Menge liefern und im Alltag am einfachsten sind. Pulver erlaubt feineres Dosieren, schmeckt aber leicht säuerlich und braucht eine Waage. Resveratrol löst sich schlecht in Wasser und gut in Fett, deshalb rühren manche das Pulver in Öl ein.
So wählen wir Resveratrol aus
Wir schauen auf drei Dinge: die Form, die Dosis und die Kombination. Wir führen Produkte, die trans-Resveratrol klar deklarieren und die Menge pro Kapsel nennen, keine Mischungen ohne Mengenangabe. Dosierungen im Rahmen der EFSA-Bewertung von bis zu 150 mg pro Tag halten wir für Erwachsene für einen sinnvollen Einstieg. Kombinationen brauchen einen Grund, etwa Quercetin oder Piperin für die Aufnahme. Jedes Produkt geht vor dem Livegang durch unsere Compliance-Prüfung, wir testen selbst und unabhängige Labore prüfen Chargen stichprobenartig. So wählen wir unsere Marken aus.
Für wen es passt und was realistisch ist
Resveratrol kaufen vor allem Erwachsene, die sich für gesundes Altern interessieren, oft neben anderen Polyphenolen im Bereich Produkte für Langlebigkeit. Ehrlich dazu gehört: Für Resveratrol ist in der EU keine gesundheitsbezogene Aussage zugelassen. Die EFSA hat synthetisches trans-Resveratrol bis 150 mg pro Tag für Erwachsene als sicher bewertet, das ist eine Sicherheitsbewertung und keine Wirkaussage. Sinnvoll ist es als langfristige Ergänzung neben Ernährung, Bewegung und Schlaf, nicht als kurzer Test über eine Woche.
Nicht geeignet ist Resveratrol in Schwangerschaft und Stillzeit. Nach der EU-Zulassung tragen Nahrungsergänzungsmittel mit trans-Resveratrol den Hinweis, dass Personen, die Medikamente einnehmen, das Produkt nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden sollen. Das gilt besonders bei Blutverdünnern. Hohe Mengen ab etwa 1 g pro Tag führten in Studien häufiger zu Magen-Darm-Beschwerden. Wenig, aber regelmäßig, ist hier die vernünftigere Wahl.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Resveratrol und woraus wird es gewonnen?
Resveratrol ist ein Polyphenol, also ein sekundärer Pflanzenstoff. Pflanzen bilden es zum Schutz gegen UV-Licht, Pilze und Feuchtigkeit. Es kommt in der Schale roter Trauben, in Beeren, Erdnüssen und Kakao vor. Für Nahrungsergänzungsmittel wird es meist aus dem Japanischen Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum) gewonnen, weil diese Pflanze den höchsten Gehalt hat. Es gibt außerdem synthetisch oder fermentativ hergestelltes trans-Resveratrol mit sehr hoher Reinheit.
Wie viel Resveratrol pro Tag ist in der EU vorgesehen?
Die EFSA hat synthetisches trans-Resveratrol für Erwachsene in Mengen bis 150 mg pro Tag bewertet. Viele Produkte auf dem Markt liegen höher, oft bei 250 bis 500 mg. Das sind Mengen aus Studien, keine offiziell bewerteten Verzehrmengen. Wir empfehlen deshalb, mit dem unteren Bereich zu starten und die Verträglichkeit über zwei bis vier Wochen zu beobachten.
| Punkt | Angabe |
|---|---|
| Bewertete Menge | bis 150 mg pro Tag |
| Zielgruppe | nur Erwachsene |
| Bewertete Form | Kapseln oder Tabletten |
| Magen-Darm-Beschwerden | berichtet ab 1 g pro Tag |
Welche Form soll ich wählen: Kapseln, Pulver oder liposomal?
Die Wahl hängt vom Alltag ab, nicht vom Preis. Kapseln sind für die meisten die einfachste Lösung, Pulver für alle, die die Menge selbst festlegen wollen. Mikronisierte und liposomale Formen zielen auf die Aufnahme, weil Resveratrol im Körper schnell umgebaut wird.
| Form | Merkmal | Passt zu |
|---|---|---|
| Kapseln | feste Menge, geschmacksneutral | tägliche Routine |
| Pulver | frei dosierbar, säuerlich | eigene Feindosierung |
| Mikronisiert | feinere Partikel | Fokus auf Aufnahme |
| Liposomal | Fetthülle, oft flüssig | Kapselmüde |
Wann nehme ich Resveratrol am besten ein?
Ein fester Zeitpunkt ist wissenschaftlich nicht belegt. Viele nehmen es morgens, weil das die Routine erleichtert. Resveratrol ist fettlöslich, deshalb ist eine Mahlzeit mit etwas Fett, etwa Joghurt, Nüsse oder Olivenöl, praktisch. Wenn du auf leeren Magen Beschwerden bekommst, nimm es zum Essen. Wichtiger als die Uhrzeit ist die Regelmäßigkeit: Beurteile Verträglichkeit und Nutzen erst nach zwei bis vier Wochen konsequenter Einnahme.
Kann ich Resveratrol mit anderen Ergänzungen kombinieren?
Ja, sofern die Kombination einen Grund hat. Quercetin und Piperin aus schwarzem Pfeffer werden eingesetzt, weil sie den schnellen Abbau von Resveratrol im Darm bremsen können. Auch Kombinationen mit Traubenkernextrakt (OPC) sind verbreitet, da beide aus der Traube stammen. Wer eine breitere antioxidative Basis möchte, schaut sich zusätzlich unsere Auswahl an Coenzym Q10 an. Von Kombiprodukten ohne Mengenangaben raten wir ab.
Kann ich Resveratrol nicht einfach über Rotwein aufnehmen?
Nein. Rotwein enthält je nach Rebsorte und Jahrgang nur wenige Milligramm trans-Resveratrol pro Liter, häufig deutlich weniger als drei. Um die Menge einer Kapsel zu erreichen, müsstest du unrealistische Mengen trinken, und der Alkohol würde jeden möglichen Vorteil überwiegen. Trauben, Beeren und Erdnüsse liefern noch weniger. Diese Lebensmittel sind sinnvoll, ersetzen aber keine standardisierte Dosis aus einem Nahrungsergänzungsmittel.
Wer sollte Resveratrol nicht einnehmen?
Schwangere und Stillende sollten darauf verzichten. Die EU-Zulassung gilt ausdrücklich nur für Erwachsene, also nicht für Kinder und Jugendliche. Auf dem Etikett steht der Hinweis, dass Personen, die Medikamente einnehmen, das Produkt nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden sollen. Das ist besonders relevant bei Blutverdünnern und bei Arzneimitteln, die über Leberenzyme abgebaut werden. Bei geplanten Operationen sprich die Einnahme vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Warum darf über die Wirkung von Resveratrol nichts versprochen werden?
In der EU dürfen nur zugelassene gesundheitsbezogene Aussagen verwendet werden. Für Resveratrol ist keine solche Aussage zugelassen, weil die Belege beim Menschen bisher nicht ausreichen. Deutsche Verbraucherzentralen weisen genau darauf hin. Die EFSA-Bewertung von 150 mg pro Tag betrifft ausschließlich die Sicherheit, nicht den Nutzen. Wir nennen das offen, statt Erwartungen zu wecken: Du kaufst hier einen gut definierten Pflanzenstoff mit transparenter Dosis, keine versprochene Wirkung.
Ist Resveratrol aus Staudenknöterich schlechter als fermentativ hergestelltes?
Nicht grundsätzlich. Entscheidend ist der Gehalt an stabilem trans-Resveratrol und die Reinheit, nicht die Herkunft. Extrakte aus Staudenknöterich bringen weitere Polyphenole mit, können bei schlechter Verarbeitung aber Rückstände enthalten. Fermentativ oder synthetisch gewonnenes trans-Resveratrol wird mit Reinheiten um 98 bis 99 Prozent hergestellt und ist damit gut standardisierbar. Wir achten in beiden Fällen auf deklarierten trans-Anteil, Analysenzertifikate und Laborprüfungen der Chargen.
















