Immunsystem
Nahrungsergänzung für das Immunsystem: Vitamin C, Vitamin D3, Zink, Selen und Kombipräparate als Kapseln, Tropfen und Pulver. Wir erklären, welche Formen gut aufgenommen werden und wann eine Ergänzung sinnvoll ist.Mehr erfahren →
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Welche Nährstoffe das Immunsystem unterstützen
Das Immunsystem arbeitet jeden Tag, auch wenn du nichts davon merkst. Dafür braucht es eine Reihe von Nährstoffen. Bei einigen ist die Versorgung in Deutschland nicht selbstverständlich. Vitamin D ist das bekannteste Beispiel: von Oktober bis März steht die Sonne hier zu tief, damit die Haut genug Vitamin D bilden kann. Viele Menschen greifen deshalb genau in diesen Monaten zu Präparaten mit Vitamin D3. Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Diese Nährstoffe stehen im Mittelpunkt
- Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Sehr hohe Einzeldosen nimmt der Körper anteilig schlechter auf, mehrere kleine Portionen über den Tag sind praktischer.
- Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Auf leeren Magen kann es Übelkeit auslösen, mit einer Mahlzeit ist es verträglicher.
- Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Europäische Böden sind selenarm, deshalb schwankt die Zufuhr über Lebensmittel.
- Vitamin A trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. In der Schwangerschaft gilt für Retinol Vorsicht.
Form und Dosierung machen den Unterschied
Nicht jede Verbindung wird gleich gut aufgenommen. Produkte mit Zink gibt es als Bisglycinat, Gluconat, Picolinat oder Oxid. Zinkoxid ist günstig, wird aber schlechter aufgenommen als die organischen Verbindungen. Bei Vitamin C findest du reine Ascorbinsäure und gepufferte Formen wie Calciumascorbat, die den Magen weniger reizen. Liposomal heißt: der Nährstoff steckt in einer winzigen Fetthülle, damit der Körper ihn besser aufnimmt. Vitamin D3 gehört in Öl oder zu einer Mahlzeit mit Fett, weil es fettlöslich ist. Selen kommt meist als Selenomethionin aus Hefe.
So wählen wir aus
Wir schauen bei jedem Produkt auf drei Dinge: die Form des Nährstoffs, die Dosierung und die Frage, ob eine Kombination überhaupt sinnvoll ist. Bei Zink bevorzugen wir gut verträgliche Verbindungen wie Bisglycinat statt Oxid. Bei Vitamin D3 nehmen wir ölbasierte Präparate, weil das Vitamin fettlöslich ist. Produkte mit zehn Zutaten in Kleinstmengen lassen wir stehen, weil die einzelnen Dosierungen dann zu niedrig sind. Wir kaufen direkt bei den Marken, jedes Produkt geht vor der Veröffentlichung durch unser Compliance-Team, und unabhängige Labore prüfen Chargen stichprobenartig. So wählen wir unsere Marken aus.
Für wen diese Auswahl passt
Eine Ergänzung ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Zufuhr über das Essen unsicher ist: im Winterhalbjahr bei Vitamin D, bei veganer Ernährung, bei einseitigem Essen oder nach längerer Krankheit. Wer Wärme im Hals kennt und lieber Lutschtabletten nimmt, findet solche Formen in unserer Auswahl für die Abwehrkräfte. Erwarte keine Wirkung von heute auf morgen: ein niedriger Spiegel von Vitamin D füllt sich über Wochen auf. Genau dafür ist eine tägliche, ruhige Routine gedacht.
Nimmst du mehrere Präparate gleichzeitig, rechne die Gesamtmenge pro Nährstoff zusammen. Ein Multivitamin plus ein Zinkprodukt plus ein Kombipräparat kommt schnell über das, was du eigentlich wolltest. Wer nur einen Baustein sucht, ist mit einem einzelnen Nährstoff oft besser bedient, zum Beispiel mit Vitamin C in verschiedenen Formen. Wer eine Grundversorgung möchte, fährt mit einem sinnvoll dosierten Komplex einfacher.
Häufig gestellte Fragen
Welche Nährstoffe unterstützen das Immunsystem?
Für mehrere Nährstoffe ist die Aussage in der EU zugelassen, dass sie zu einer normalen Funktion des Immunsystems beitragen. Dazu gehören Vitamin C, Vitamin D, Vitamin A, Vitamin B6, Vitamin B12, Folat, Zink, Selen, Eisen und Kupfer. Sie wirken nicht als Ersatz für Schlaf, Bewegung und abwechslungsreiches Essen, sondern decken eine Lücke, wenn die Zufuhr über die Nahrung unsicher ist. In den meisten Produkten dieser Kategorie findest du eine Auswahl aus diesen Nährstoffen.
Wann ist eine Ergänzung überhaupt sinnvoll?
Sinnvoll ist sie, wenn ein Nährstoff über das Essen schwer zu decken ist. In Deutschland betrifft das vor allem Vitamin D im Winterhalbjahr, weil die Sonne von Oktober bis März zu tief steht. Bei veganer Ernährung sind zusätzlich Vitamin B12 und oft Zink relevant. Wer einseitig isst, viel unterwegs ist oder sich nach einer Krankheit erholt, profitiert eher von einer Grundversorgung. Wer täglich vielfältig isst und viel draußen ist, braucht meist deutlich weniger.
Wie viel brauche ich pro Tag?
Die DGE nennt Referenzwerte für Erwachsene. Sie beschreiben den Bedarf über die gesamte Ernährung, nicht die Dosis eines Präparats.
| Nährstoff | Frauen | Männer |
|---|---|---|
| Vitamin C | 95 mg | 110 mg |
| Vitamin D (ohne Eigenbildung) | 20 µg (800 IU) | 20 µg (800 IU) |
| Zink | 7 bis 10 mg | 11 bis 16 mg |
| Selen | 60 µg | 70 µg |
| Vitamin A | 700 µg | 850 µg |
Die Spanne bei Zink hängt davon ab, wie viel Phytat aus Getreide und Hülsenfrüchten du isst.
Quelle: DGEWelche Form soll ich wählen?
Die Form entscheidet über Aufnahme und Verträglichkeit. Ein Überblick über die gängigen Varianten:
| Form | Eigenschaft | Passt zu |
|---|---|---|
| Zinkbisglycinat | gut aufnehmbar, mild | empfindlichem Magen |
| Zinkoxid | günstig, schlechter aufnehmbar | Basisprodukten |
| Ascorbinsäure | pur, leicht säuerlich | Pulver, hohe Dosen |
| Calciumascorbat | gepuffert, magenfreundlich | täglicher Einnahme |
| Liposomal | Fetthülle um den Nährstoff | besserer Aufnahme |
| Vitamin D3 in Öl | fettlöslich gelöst | Tropfen und Kapseln |
Für den Hals gibt es zusätzlich Lutschtabletten, die du in unserer Auswahl für Hals und Nase findest.
Wie schnell merke ich etwas?
Ehrliche Antwort: Nährstoffe füllen einen Speicher, sie schalten nichts sofort um. Bei Vitamin D steigt der Spiegel im Blut über mehrere Wochen, je nach Ausgangswert und Dosis. Zink und Vitamin C wirken über den täglichen Stoffwechsel, nicht über eine spürbare Sofortwirkung. Rechne deshalb mit einer regelmäßigen Einnahme über zwei bis drei Monate, besonders über die dunkle Jahreszeit. Wer nur an einzelnen Tagen etwas nimmt, wird keinen Unterschied bemerken.
Kann ich Zink, Vitamin C und Vitamin D zusammen einnehmen?
Ja, das ist üblich und der Grund, warum es Kombipräparate gibt. Zwei praktische Punkte: Zink teilt sich Transportwege mit Eisen und Kupfer, deshalb nimm hohe Einzeldosen dieser Mineralstoffe besser zeitversetzt. Vitamin D braucht Fett, also am besten zu einer Mahlzeit. Vitamin C ist unkompliziert und passt zu jeder Tageszeit. Wenn du mehrere Produkte kombinierst, addiere die Mengen pro Nährstoff, damit nichts doppelt läuft.
Worauf sollten Schwangere achten?
Zwei Punkte sind in Deutschland gängige Praxis. Erstens: Retinol, also vorgeformtes Vitamin A, sollte in der Schwangerschaft nicht hoch dosiert ergänzt werden. Beta-Carotin gilt als unproblematischer, weil der Körper es bedarfsabhängig umwandelt. Zweitens: Folat und Jod stehen in dieser Lebensphase im Vordergrund, dafür gibt es eigene Präparate. Für die konkrete Auswahl sprich mit deiner Hebamme oder deinem Arzt, bevor du ein Kombiprodukt mit vielen Nährstoffen nimmst.
Wie viel ist zu viel, und wo liegen die Obergrenzen?
Die EFSA nennt tolerierbare Höchstmengen für die tägliche Gesamtzufuhr bei Erwachsenen. Sie sind keine Zieldosis, sondern die Grenze, die man dauerhaft nicht überschreiten sollte.
| Nährstoff | Obergrenze pro Tag |
|---|---|
| Zink | 25 mg |
| Selen | 300 µg |
| Vitamin D | 100 µg (4000 IU) |
| Vitamin A (Retinol) | 3000 µg |
Für Vitamin C hat die EFSA keine Höchstmenge festgelegt. Sehr hohe Mengen können aber weich machenden Stuhl verursachen. Zähle Multivitamin, Einzelnährstoff und angereicherte Lebensmittel zusammen, wenn du prüfst, wo du landest.
Quelle: EFSA






























