Johanniskraut
Hier findest du Johanniskraut als Kapseln, Tropfen und Tee sowie Kombinationen mit B-Vitaminen. Wir erklären, was Extraktverhältnisse wie 10:1 bedeuten, worauf du beim Gehalt an Hypericin achtest und was zur Einnahme gehört.Mehr erfahren →
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Johanniskraut Kapseln, Tropfen und Extrakte im Überblick
Johanniskraut, botanisch Hypericum perforatum, wächst in ganz Europa an Wegrändern und lichten Waldrändern. Verwendet werden die blühenden Triebspitzen mit Blüten und Blättern. Sie enthalten unter anderem Hypericin, Hyperforin und Flavonoide. Hypericin ist ein roter Farbstoff: zerreibt man eine frische Blüte, färben sich die Finger rot. Aus diesem Farbstoff entsteht auch das bekannte Rotöl.
Extrakt, Tropfen und Tee unterscheiden sich in der Konzentration
Die meisten Präparate sind Kapseln oder Tabletten mit Trockenextrakt. Angaben wie 8:1 oder 10:1 nennen das Extraktverhältnis: aus 10 Kilogramm getrocknetem Kraut entsteht 1 Kilogramm Extrakt. Daneben gehört der Gehalt an Hypericin auf das Etikett, häufig standardisiert auf 0,3 Prozent. Erst beide Angaben zusammen machen zwei Produkte vergleichbar. Tropfen und Tinkturen sind flüssige Auszüge, meist mit Alkohol, und lassen sich tropfenweise abstufen. Tee aus getrocknetem Kraut ist die mildeste Variante, der Geschmack ist würzig-herb. Rotöl fällt aus der Reihe: es ist ein Ölauszug der Blüten für die äußere Anwendung auf der Haut, nicht zum Einnehmen. Diese Bandbreite findest du auch im übrigen Sortiment an pflanzlichen Extrakten wieder.
Was bei Johanniskraut in unser Sortiment kommt
Wir wählen nach drei Dingen aus: Form, Dosierung und Kombinationen, die Sinn ergeben. Bei Johanniskraut heißt das konkret: Wir führen Extrakte, die Extraktverhältnis und Gehalt an Hypericin offen ausweisen. Produkte, die nur „Kräuterkomplex“ auf das Etikett schreiben, lassen wir stehen. Kombinationen nehmen wir auf, wenn jeder Zusatz eine erkennbare Rolle hat, nicht als lange Zutatenliste. Wir kaufen direkt bei den Marken, jedes Produkt geht vor dem Onlinegang durch unser Compliance-Team, und wir testen selbst, ergänzt durch Stichproben unabhängiger Labore. Mehr dazu: wie wir Marken und Produkte auswählen.
Wer damit anfängt, plant in Wochen, nicht in Tagen
Johanniskraut wird traditionell täglich über mehrere Wochen eingenommen, nicht bei Bedarf. Bleib in dieser Zeit beim selben Produkt und bei der gleichen Tagesmenge, sonst kannst du deine Erfahrung nicht einordnen. Viele nehmen ihre Portion morgens zum Frühstück, das ist Gewohnheit und keine Vorschrift. Wer abends zusätzlich eine Pflanze mit langer europäischer Tradition sucht, schaut sich Baldrian an.
Zwei Punkte gehören zu einer ehrlichen Beratung. Erstens die Sonne: Hypericin macht die Haut lichtempfindlicher. Wer viel draußen ist, schützt die Haut sorgfältig und verzichtet auf Solarium. Zweitens Arzneimittel: Inhaltsstoffe aus Johanniskraut beeinflussen Enzyme in der Leber, die viele Medikamente abbauen. Betroffen sind unter anderem hormonelle Verhütungsmittel, Mittel zur Blutverdünnung, Arzneimittel gegen HIV, bestimmte Krebsmedikamente und Mittel zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen. Wer Medikamente einnimmt, klärt die Einnahme vorher mit Arzt oder Apotheke. Für Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind solche Präparate nicht vorgesehen.
Häufig ist Johanniskraut mit B-Vitaminen kombiniert. Für diese Vitamine gibt es geprüfte Aussagen: Vitamin B6, Folat und Vitamin B12 tragen zu einer normalen psychischen Funktion bei. Das gilt für die Vitamine selbst, nicht für die Pflanze. Wenn du lieber getrennt dosierst, kannst du B-Vitamine einzeln wählen und dein Johanniskraut pur nehmen. Das hat einen praktischen Vorteil: du siehst genau, was du wovon zuführst.
Häufig gestellte Fragen
Johanniskraut ist eine europäische Wildpflanze mit gelben Blüten, botanisch Hypericum perforatum. Für Supplemente werden die blühenden Triebspitzen genutzt, also Blüten und Blätter, nicht die Wurzel. Die bekanntesten Inhaltsstoffe sind Hypericin, Hyperforin und Flavonoide. Hypericin gibt dem Kraut den roten Farbstoff, an dem man frisches Material leicht erkennt. Auf Etiketten steht meist der Gehalt an Hypericin, weil sich Extrakte darüber vergleichen lassen.














