Ginseng
Ginseng als Kapseln, Tabletten, Extrakte und Wurzelscheiben, meist aus Panax ginseng. Wir erklären den Unterschied zwischen weißem und rotem Ginseng, worauf du beim Ginsenosid-Gehalt achtest und wann du ihn am besten einnimmst.Mehr erfahren →
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Roter und weißer Ginseng: Formen, Ginsenoside und Einnahme
Ginseng ist die Wurzel von Panax ginseng, oft koreanischer Ginseng genannt. Die Pflanze braucht Zeit: Die Wurzeln reifen etwa sechs Jahre, bevor sie geerntet werden. Ihre bekanntesten Inhaltsstoffe sind Ginsenoside, eine Gruppe pflanzlicher Saponine. Der Ginsenosid-Gehalt ist die Zahl, mit der du zwei Produkte überhaupt vergleichen kannst. Weitere Wurzeln und Extrakte findest du in der Kategorie Kräuter und Pflanzen.
Weißer und roter Ginseng: gleiche Pflanze, andere Verarbeitung
Weißer Ginseng wird nur gewaschen und getrocknet. Roter Ginseng wird vor dem Trocknen mit Wasserdampf behandelt. Dabei verschiebt sich das Verhältnis der einzelnen Ginsenoside, der Gesamtgehalt bleibt ähnlich. Rot ist also nicht automatisch stärker, sondern anders verarbeitet. Sibirischer Ginseng, auch Taigawurzel genannt, ist botanisch kein Ginseng und enthält keine Ginsenoside. Wer beides verwechselt, kauft eine ganz andere Pflanze.
Wurzelpulver, Extrakt und Kombipräparate
Wurzelpulver ist die gemahlene ganze Wurzel, nah am Ausgangsprodukt. Dafür brauchst du meist mehrere Kapseln pro Tag. Ein Extrakt ist konzentriert: Eine Kapsel kann dem Mehrfachen an Wurzelpulver entsprechen. Wurzelscheiben zum Kauen oder für den Aufguss sind die traditionelle Form, schmecken aber deutlich bitter. Kombipräparate enthalten oft Vitamin B6 und Pantothensäure. Für diese beiden Vitamine gibt es zugelassene Aussagen: Vitamin B6 trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei, Pantothensäure trägt zu einer normalen geistigen Leistung bei. Solche Produkte findest du auch bei den Produkten für mehr Energie.
Warum Ginseng seinen Preis hat
Sechs Jahre Wachstum, Handarbeit bei der Ernte und ein begrenztes Anbaugebiet in Korea, Nordostchina und Fernost-Russland machen die Wurzel teuer. Rechne deshalb nicht in Preis pro Packung, sondern in Preis pro Tag. Ein Präparat mit vier Kapseln täglich kann teurer sein als eines mit einer konzentrierten Kapsel. Auch der rechtliche Status zählt: In Deutschland sind viele Ginsengpräparate als traditionelle Arzneimittel registriert und höher dosiert, Nahrungsergänzungsmittel bleiben bewusst niedriger dosiert.
So wählen wir Ginseng aus
Wir schauen zuerst auf die Deklaration. Steht der Ginsenosid-Gehalt auf der Packung, oder nur die Milligramm Wurzelpulver? Ohne diese Angabe nehmen wir ein Produkt nicht auf. Wir bevorzugen Panax ginseng C. A. Meyer aus der Wurzel, ohne Blätter und Stängel, und Dosierungen, die sich an den 1 bis 2 Gramm Wurzelpulver pro Tag des Europäischen Arzneibuchs orientieren. Wir kaufen direkt bei den Marken, jedes Produkt geht vor der Freigabe durch unser Compliance-Team, und Chargen werden von unabhängigen Labors stichprobenartig geprüft. Für Ginseng gibt es keine von der EFSA zugelassenen Gesundheitsaussagen, deshalb versprechen wir hier nichts. Lies, wie wir Marken auswählen.
Für wen Ginseng passt
Ginseng ist etwas für Erwachsene, die eine Kur über einige Wochen einplanen, nicht für den schnellen Effekt am Morgen. Erwarte Veränderungen erst nach zwei bis drei Wochen regelmäßiger Einnahme. Nimm ihn morgens bis mittags, abends kann er den Schlaf stören. Übliche Kuren laufen bis zu drei Monate, danach folgt eine Pause. Wenn du blutverdünnende Mittel wie Vitamin-K-Antagonisten oder Medikamente für den Blutzucker nimmst, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, denn Wechselwirkungen sind möglich. In Schwangerschaft und Stillzeit ist Ginseng nicht geeignet, für Kinder ebenfalls nicht. Wer eher Ruhe als Wachheit sucht, ist mit Ashwagandha aus unserem Sortiment oft besser beraten.
Häufig gestellte Fragen
Ginseng ist die Wurzel der Pflanze Panax ginseng, auch koreanischer oder asiatischer Ginseng genannt. Heimisch ist sie in Korea, Nordostchina und im fernen Osten Russlands, angebaut wird sie heute auch in Europa. Die Wurzeln reifen rund sechs Jahre, bevor sie geerntet werden. Das erklärt den Preis. Verwendet wird nur die Wurzel, nicht Blätter oder Stängel, weil dort die Ginsenoside sitzen, die typischen Inhaltsstoffe der Pflanze.










